Blick auf die Saison 2026/2027: Unsere neu formierte Damenmannschaft
Bericht von Julia Doerr
Die vergangene Saison 2025/2026 hat gezeigt, was mit Teamgeist, Engagement und der richtigen Einstellung möglich ist. Trotz personeller Engpässe konnten sowohl die Damen I als auch die Damen II eine solide Saison spielen und sich jeweils im Mittelfeld ihrer Liga platzieren. Gleichzeitig wurde jedoch deutlich, dass die personelle Situation zunehmend zu einer Herausforderung wurde. Mit Blick auf einige Abgänge und die insgesamt kleiner werdenden Kader war daher schnell klar, dass für die kommende Saison ein neuer Weg eingeschlagen werden muss.
Die Konsequenz: Aus Damen I und Damen II wird zur Saison 2026/2027 eine gemeinsame Mannschaft. Damit sollen die vorhandenen Potenziale gebündelt und der Kader breiter aufgestellt werden. Ziel ist es, sowohl sportlich als auch strukturell neue Möglichkeiten zu schaffen und eine gute Grundlage für die weitere Entwicklung der Damenmannschaft zu legen.
Trainiert wird das neue Team von Ferenc Szlaukó, unterstützt von Julia Vongries als Co-Trainerin. Auch wenn die Mannschaft in dieser Form neu aufgestellt ist, starten die Spielerinnen keineswegs als Fremde in die gemeinsame Saison. Bereits in der Vergangenheit wurde regelmäßig gemeinsam trainiert, und auch bei zahlreichen Teamevents stand die Gemeinschaft beider Mannschaften schon immer im Mittelpunkt. Die Spielerinnen kennen sich daher gut und haben bereits viele gemeinsame Erfahrungen gesammelt. Die wichtigste Grundlage für das Zusammenwachsen ist damit vorhanden. Nun gilt es, auf dem Feld die neuen Rollen zu finden, Abläufe abzustimmen und eine gemeinsame Spielidee zu entwickeln.
Für die kommende Saison hat sich die Mannschaft einiges vorgenommen. Ein zentraler Punkt ist dabei die Konstanz. Gerade in den entscheidenden Phasen eines Spiels soll die Mannschaft ruhig bleiben, ihre Abläufe konsequent umsetzen und bis zum Schlusspfiff konzentriert agieren. Hektik und unnötige Fehler sollen vermieden werden, ohne dabei die nötige Ruhe und den Fokus auf das eigene Spiel zu verlieren.
In der Defensive bedeutet das vor allem: füreinander kämpfen. Jede Spielerin soll Verantwortung für ihre Mitspielerinnen übernehmen und auch dann unterstützen, wenn es einmal schwierig wird. Kampfbereitschaft, Wille und gegenseitige Hilfe sollen die Basis für eine stabile Abwehr bilden. Aus dieser Sicherheit heraus möchte die Mannschaft schnell ins Tempospiel kommen und sich dadurch im Angriff möglichst einfache und klare Chancen erarbeiten.
Auch im Angriff gilt es, die Fehlerquote möglichst gering zu halten. Dass Fehler zum Handball dazugehören, weiß jede Spielerin. Gleichzeitig entscheidet sich ein Spiel nicht selten daran, welches Team die eigenen Fehler besser im Griff hat. Genau hier möchte die Mannschaft ansetzen und insgesamt konzentrierter und konstanter auftreten.
Auch mental möchte sich die Mannschaft weiterentwickeln. Gerade in engen und heiklen Spielsituationen gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren, ruhig zu bleiben und die richtigen Entscheidungen zu treffen. So wollen wir auch unter Druck konzentriert bleiben und unsere Linie konsequent verfolgen.
Mit Claudia Sauter konnte die Mannschaft zudem einen Neuzugang begrüßen, der sich von Beginn an sehr gut integriert hat. Sie ist engagiert in die Vorbereitung gestartet und hinterlässt sowohl sportlich als auch menschlich einen sehr positiven Eindruck. Mit ihrer offenen Art bringt sie sich hervorragend in die Mannschaft ein und ist bereits ein fester Bestandteil des Teams.
Sportlich ist das Ziel klar formuliert: Der Klassenerhalt soll möglichst frühzeitig gesichert werden. Gleichzeitig möchte die Mannschaft das Ergebnis der vergangenen Saison bestätigen und sich langfristig im gesicherten Mittelfeld der Bezirksoberliga etablieren.
Der Weg dorthin soll vor allem über den Zusammenhalt führen. Eine gute Stimmung innerhalb der Mannschaft, gegenseitige Unterstützung und der Spaß am Handball sollen dabei eine wichtige Rolle spielen. Denn wenn die Mannschaft als Einheit auftritt und jede Spielerin ihre Stärken einbringen kann, lässt sich das vorhandene Potenzial am besten ausschöpfen.
Gleichzeitig soll sich das Team Schritt für Schritt weiterentwickeln – sowohl als Mannschaft als auch individuell. Besonders die jüngeren Spielerinnen sollen zunehmend Verantwortung übernehmen, Selbstvertrauen gewinnen und sich immer stärker zu tragenden Säulen des Teams entwickeln. Diese Entwicklung ist nicht nur für die kommende Saison wichtig, sondern auch mit Blick auf die Zukunft der Mannschaft.
Mit einer neuen Struktur, einer breiteren Basis und einem bereits gewachsenen Teamgefühl geht die Damenmannschaft damit optimistisch in die Saison 2026/2027. Die Voraussetzungen sind geschaffen. Jetzt gilt es, auf dem Spielfeld zusammenzuwachsen und die gemeinsamen Ziele Schritt für Schritt in die Tat umzusetzen.