Bieberau/Modau spielt groß auf

lsp - Dritte Handball-Bundesliga - HSG Bieberau-Modau vs TV Hochdorf - Testspiel - Saison - 2019 - 2020 - 17.08.2019 - Groß-Bieberau v. l. Marin Juzbasic/ HSG Bieberau-Modau Aktion, Einzelbild - Foto: Jürgen Pfliegensdörfer © (Jürgen Pfliegensdörfer), Neckarstra§e 24, D-64665 Alsbach, Telefon +49 (171) 5397931; www.sportsword.de; Bankverbindung: Bezirkssparkasse Bensheim, BLZ 50950068, Kto.: 1657733; Finanzamt Darmstadt, Steuernummer 00785632501, 7 % USt Veröffentlichung nur mit Urheberangabe (¤13 UehG) gegen Honorar (+7% MwSt.) und Belegexemplar gestattet.

Nach einer erstklassigen zweiten Halbzeit setzt sich der Handball-Drittligist bei der DHFK Leipzig mit 29:26 durch. Von Bernd Kalkhof/ Darmstädter Echo
GROSS-BIEBERAU/LEIPZIG – Die HSG Bieberau/Modau holt bei der SC DHFK Leipzig II einen Sechs-Tore-Rückstand auf und gewinnt dank einer formidablen zweiten Spielhälfte noch mit 29:26 (10:15). Diese 450 Kilometer lange Reise hat sich diesmal gelohnt für die Südhessen. Der Ertrag: Ein Sieg gegen einen direkten Tabellennachbarn und der vierte Tabellenplatz in der Dritten Handball-Liga. Dabei sah es lange nicht so aus, als würde sich der hohe Aufwand lohnen. Die Falken spielten im ersten Durchgang zwar gut mit, verpassten es aber, die ordentliche Leistung auch mit Toren zu belohnen. „Wir haben nicht viel falsch gemacht, aber das Tor nicht getroffen“, haderte Thorsten Schmid mit der Angriffsleistung vor dem Seitenwechsel. Zwei, drei Unaufmerksamkeiten in der Abwehr, und schon war die Talentschmiede der Sachsen auf fünf Tore enteilt. Direkt mit Wiederanpfiff kassierten die Odenwälder noch das 11:16, dann waren sie aber plötzlich nicht wiederzuerkennen. Schmid sprach von einer herausragenden zweiten Halbzeit seiner Protagonisten. Janko Kevic wuchs dabei zum überragenden Spieler auf dem Parkett. Der Kroate lenkte geschickt das Spiel und war extrem torgefährlich. Zudem verstand es der Antreiber immer wieder, seinen Halblinken Eric Schaeffter in Position zu bringen. Der Rüsselsheimer dankte es mit einem halben Dutzend Treffer – was für eine Genugtuung nach einer einjährigen Verletzungszeit und nur sporadischen Einsätzen in dieser Saison. Die Falken gewannen die Oberhand und drehten nach 41 Minuten durch Lucas Eisenhuth die Partie. Nach dem 21:20 hielt man den wütenden Angriffen der jungen Sachsen stand, was im Besonderen an Martin Juzbasic lag. Der Toptorhüter der Falken war in der Schlussviertelstunde kaum mehr zu überwinden. „Das war wieder mal ein Sahnetag von Martin“, freute sich Schmid, dessen Mannschaft die zweite Halbzeit mit 19:11 gewann. Und er war begeistert von der Geschlossenheit seines Teams. „Egal, wen ich ins kalte Wasser geworfen habe, auf alle Spieler war Verlass.“ MSG: Juzbasic und Khan (im Tor), Kevic 7/1, Büttner 2/1, Rivic 6, Buschmann 3, Schaeffter 6, Dambach 2, Bettin, Marquardt, Eisenhuth 2, Brandt, Lebherz 1, Haupttorschützen Leipzig: Hönicke 5/4, Seidler 4, Remke 4, Zeitstrafen: 4/2, Siebenmeter: 7/5 und 2/1, Zuschauer: 300.